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Du willst einen Hund aus unserem Tierheim Märkisch Buchholz adoptieren?

Hier erhältst du einen groben Überblick zum Vermittlungsablauf:

1. Erstkontakt mit Interessenten

  • Interessentenbogen ausfüllen und Vorgespräch vereinbaren

  • Abfrage wichtiger Informationen:

    • Wohnsituation

    • Arbeitszeiten

    • Erfahrung mit Tieren

    • Weitere Haustiere/Kinder

    • finanzielle Absicherung

 

2. Kennenlernphase

  • persönliches Treffen im Tierheim - Terminabsprachen

  • in der Regel mehrere Besuche erforderlich, nehmen Sie sich Zeit

  • Beobachtung:

    • Verhalten Mensch–Tier

    • Umgang mit Unsicherheiten

    • Sympathie und Bindung

  • gemeinsame Spaziergänge, anfangs auf dem Tierheimgelände

  • später auch außerhalb möglich

 

3. Vorkontrolle

  • Hausbesuch vor Vermittlung

  • Prüfung von:

    • Sicherheit

    • Platzangebot

    • Haltungsmöglichkeiten

  • Beratung zur Eingewöhnung (siehe auch Hinweise zur Eingewöhnungsphase)

 

 

4. Vermittlungsentscheidung

  • Teamentscheidung im Tierheim

  • Abgleich:

    • Bedürfnisse des Tieres

    • Fähigkeiten und Lebensstil der Interessenten

 

5. Vertragsabschluss

  • Schutzvertrag unterschreiben, Personalausweis notwendig

  • Zahlung der Schutzgebühr (individuell unterschiedlich, abhängig von diversen Faktoren zwischen ca. 350-800 €)

  • Übergabe von:

    • Impfpass

    • Gesundheitsunterlagen

    • Futterinformationen

    • Gewohnheiten des Tieres

 

6. Übergabe & Eingewöhnung

  • Übergabe mit ausführlichem Gespräch

  • Empfehlungen: (siehe Text zur Eingewöhnungsphase)

    • Ruhephase

    • Fütterung

    • Tierarzt

    • Training/Eingewöhnung

    • Hundetrainer

 

7. Nachkontrolle & Nachbetreuung

  • Kontakt nach einigen Tagen/Wochen

  • Unterstützung bei Problemen

  • optionaler Nachbesuch

  • Rücknahmeoption bei schwerwiegenden Problemen

 

 

Qualitätsstandards

  • Tierwohl steht an erster Stelle

  • keine Vermittlung unter Zeitdruck

  • transparente und offene Kommunikation

  • Ziel ist ein sicheres und passendes Match von Mensch und Tier

 

 

Selbstcheck

  • Bist du wirklich bereit, Verantwortung für viele gemeinsame Jahre zu übernehmen, auch in schwierigen Zeiten?

  • Hast du langfristig täglich Zeit und Lust für Auslastung, Training und Zuwendung?

  • Sind auch unerwartete Kosten wie Tierarzt, Operationen oder Trainier tragbar?

  • Wer übernimmt, wenn kurzfristig etwas passiert?

  • Erlaubnis der Haltung z. B. in Mietwohnungen vorhanden?

 

 

Ein Hund aus dem Tierheim – was kommt möglicherweise in der Eingewöhnungsphase auf mich zu?

 

Empfehlenswert ist sich ausreichend Zeit für den Neuankömmling zu nehmen, wieviel, ist individuell sehr unterschiedlich. Planen sollte man aber mindestens 14 Tage eher mehr.

Die Eingewöhnungsphase eines Tierheimhundes zu Hause verläuft oft in Etappen. Viele Hunde wirken anfangs ruhig, zurückhaltend oder andersherum komplett überdreht und zeigen ihr eigentliches Verhalten erst nach einigen Wochen. Eine häufig genannte Orientierung ist die „3-3-3-Regel“:

  • 3 Tage: Überforderung, Unsicherheit, viel Schlaf oder Nervosität

  • 3 Wochen: Der Hund versteht erste Routinen und wird mutiger

  • 3 Monate: Wirkliche Bindung und Alltagssicherheit entstehen

 

Wichtig in den ersten Wochen:

  • feste Tagesstruktur (Fütterung, Spaziergänge, Ruhezeiten)

  • einen ruhigen Rückzugsort schaffen

  • nicht zu viele Besucher oder neue Situationen gleichzeitig

  • klare, freundliche Regeln statt ständiger Korrekturen

  • viel Ruhe — Tierheimhunde sind oft mental erschöpft

  • grundsätzlich hat ein erwachsener Hund einen Schlafbedarf von 16-20 Stunden tägl. (!)

  • Vertrauen und Bindung baut sich langsam auf, nicht bedrängen

  • kleine Fortschritte erwarten, Rückschritte sind normal

 

Typische Anfangsprobleme können sein:

  • Unsauberkeit

  • Anhänglichkeit oder Trennungsstress

  • Angst draußen

  • Unsicherheit bei Geräuschen oder Männern/Kindern

  • Testen von Grenzen

 

Hilfreich ist positives Training mit Belohnung statt Strafe. Falls starke Angst, Aggression oder Panik auftreten, kann ein hundefreundlicher Trainer oder Verhaltenstherapeut sinnvoll sein.

 

Für die ersten Tage empfehlenswert:

  1. Zuhause ruhig ankommen lassen

  2. nur kurze, entspannte Spaziergänge

  3. nicht dauernd beschäftigen

  4. Schlaf ermöglichen

  5. Rituale etablieren Formularbeginn

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